Das Fest der Liebe?

Wie kommt es, dass regelmäßig zu Weihnachten die Streitereien eher zunehmen als abnehmen? Und wie kommt es, dass sich Menschen gegenseitig verletzen, obwohl sie sich doch lieben?

Nun, vielleicht liegt es an den hohen Erwartungen, die wir ans Weihnachtsfest und an das Wohlverhalten unserer Liebsten zu dieser Zeit stellen. Vielleicht auch daran, dass nur jemand der uns nahe steht unsere wunden Punkte kennt, an denen wir verletzlich sind. Oder dass wir nur bei unseren Liebsten unsere sonst vorhandene „Panzerung“ ablegen?

Als wir Kinder waren spielte das Weihnachtsfest eine große Rolle im Jahreskreis. Man hat uns eingeredet, dass das Christkind die Geschenke nur zu den braven Kindern liefert. Zwischen Hoffen und Bangen verbrachte man so die Adventszeit, ob man nun brav genug war. Und die Eltern hatten ein gutes Druckmittel um das Kind zu dressieren.

Ob man es nun genauso wie damals angeht, oder gerade anders herum ist egal. Diese Jahreszeit wirkt wie ein „Anker“ für das innere Erleben und ob man will oder nicht wird im Unterbewusstsein die kindliche Erinnerung hochgefahren. Als Kind fühlt man sich jedoch in aller Regel den Erwachsenen unterlegen, insgesamt eher unvollkommen und meist ohnmächtig. Dadurch wächst der Stresspegel an und die Fähigkeit ruhig und vernünftig zu denken und zu handeln nimmt stark ab. Schließlich landet man im Alarmzustand, das Großhirn wird abgeschaltet („Blackout“) und das Zwischenhirn mit seinem „Freund/Feind“-Prinzip übernimmt die Steuerung. Wenn man sich unwohl fühlt wird automatisch der „Nächste“ als Ursache identifiziert. Wenn man den Schuldigen hat, dann braucht man nur noch solange auf ihm herumzuhacken, bis er endlich sich so als Schuft verhält, wie man es die ganze Zeit schon „gewusst“ hat.

Leider ist unser Zwischenhirn rein emotional und nicht rational veranlagt. Man behauptet dann, dass man seinem Bauchgefühl vertraut, dabei gibt man sich lediglich den Schwankungen seiner Neurotransmitter, Neuropeptide, Hormone, etc. also dem mehr oder weniger mangelhaften Zustand des Gehirnstoffwechsels hin.

Irren ist menschlich, vergeben ist göttlich. Insofern wäre die Botschaft des Christkinds, dass wir uns unsere vermeintlichen oder tatsächlichen Sünden vergeben, jedenfalls nicht nachtragen und auch nicht immer wieder hervorkramen um sie erneut aufs Butterbrot zu schmieren. Es ist auch sinnvoll, damit selbst zu beginnen und nicht auf den Anderen zu warten.

Auseinandersetzungen, die zu psychischen Verletzungen führen sind für uns selbst ein Zeichen, dass wir an der Stelle, wo wir verletzbar sind noch Heilung benötigen. Anstelle also den Anderen verantwortlich zu machen und Besserung zu verlangen sollte man an sich selbst arbeiten und die Heilung mithilfe des göttlichen Prinzips („Heiland“) vollbringen.

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Fülle

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer (1882)

Damit ist eigentlich alles gesagt.
Wenn Du die Fülle nicht wahrnehmen kannst, dann lebst Du ein Leben im Mangel.
Mangel bringt immer nur Mangel hervor, ein Teufelskreis.
Wenn Du die Verantwortung für Dein Erleben nicht übernimmst, dann bleibst Du Opfer.
Allerdings ein Opfer Deiner eigenen reduzierten, von Angst beherrschten inneren Welt.

Das Gefühl der Fülle basiert auf der Selbstliebe, man ist sich selbst genug.
Wenn Du auf Andere wartest, die Dich glücklich machen sollen, dann mangelt es Dir an Selbstliebe. Wenn Du Dich aber selbst bedingungslos liebst (so wie eine gute Mutter ihr Kind), dann fehlt Dir der Andere nicht, dann ruhst Du in Dir, voller liebender Energie.

Wenn Du erwachsen bist, dann ist es zu spät auf nicht erlebte Mutterliebe zu warten.
Belaste nicht Deinen Partner mit Deinen defizitären Forderungen, sondern erlebe Dich in der Meditation als das Kind Gottes (oder wie Du das Große Ganze nennst) und damit als vollständig, vollkommen und heil. Du bist in Ordnung, so wie Du jetzt gerade bist.

Öffne Dein Herz und Deine Augen und nimm all die Fülle und Liebe um Dich herum wahr.

 

 

 

 

 

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Ende gut, Alles gut

Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende. 😉

„Ende gut, Alles gut“ versöhnt uns mit den Strapazen oder den Differenzen, die auf dem Weg zu einem Erfolg manche zusätzliche Anstrengung verursacht haben. Alle Zweifel und Bedenken sind nun vergessen. Die falschen Entscheidungen, der unnötige Extra-Aufwand, all das fällt nicht mehr so ins Gewicht, wenn es nun zu einem guten Ende gekommen ist.

Schwierig wird es aber, wenn der Erfolg noch in weiter Ferne liegt oder sich am Ende der Kräfte gar nicht eingestellt hat und man gezwungen ist aufzugeben. Was ist dann?

Wäre es nicht hilfreich schon alles als „gut“ zu sehen, während es sich noch entwickelt und nicht erst am – hoffentlich – baldigen und guten Ende? Wie wäre es darauf zu vertrauen, dass auch das „gut“ für uns ist, was sich im Moment vielleicht gar nicht so gut anfühlt?

 

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Schwarzer Peter

Wer kennt es nicht, das beliebte Kartenspiel? Wer hat es nicht als Kind gespielt?

Doch auch heute zwischen Erwachsenen wird es noch oft und mit voller Energie gespielt, wenn auch meist ohne Karten. Woran liegt das?

Nun wer den „Schwarzen Peter“ hat, der hat verloren. Und wer verliert schon gerne. Manchmal genügt es ja auch, wenn man dafür sorgt, dass der andere verliert, dann hat man sozusagen ja auch „gewonnen“. Wirklich? Ist das so?

Im verzweifelten Bemühen nur nicht schuld zu sein, wenn irgendetwas schief gelaufen ist, kommt man gar nicht auf die Idee, dass es nicht hilft einen Schuldigen gefunden zu haben. Dadurch ändert sich ja nichts an der Situation. Die Suche nach Schuldigen richtet sich in die Vergangenheit, die man nicht ändern kann. Und sie beantwortet die Frage wen man bestrafen kann, anstelle wie man die entstandene Situation bereinigt.

Wenn uns also beim nächsten Mal jemand einen „Schwarzen Peter“ zuschiebt, uns also die „Schuld“ an einer Situation gibt, wie wäre es dann zu sagen, dass man dieses Spiel nicht mehr spielen möchte, sondern sich darauf konzentrieren möchte, wie man das Problem löst (ohne seinerseits auf den Anderen loszugehen „Du“; „immer“; „nie“; etc.).

 

 

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Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer?
Nun es kommt wohl darauf an, mit welcher Einstellung ich beginne.

Goethe sagte:

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt, zu den eigenen Gunsten, für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst, beginne es jetzt.
In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.

Johann Wolfgang von Goethe

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